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  • Autorenbildremmy79

2-Tages-Bergtour auf den Großen Lenkstein



Anfang September holte der FSV Haslach seine traditionelle 2-Tages Bergtour nach, die im Juli wegen des schlechten Wetters ausgefallen ist. Das Ziel war dieses Jahr der Große Lenkstein mit 3236m in der Rieserferner Gruppe. Der Gipfel liegt exakt auf der Grenze zwischen Österreich und Italien, genauer zwischen Osttirol und Südtirol in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern, unweit des Staller-Sattels in Nachbarschaft zum bekannteren Hochgall.

Auch, wenn die Terminfindung nicht ganz einfach war, folgten der Einladung dieses Mal 10 bergbegeisterte Mitglieder unterschiedlichen Alters (ca. 30-85Jahre).

Von einem Wanderparkplatz im Patsch, auf 1700 m Höhe ging es zunächst gemütlich auf einem Fahrweg über Almgelände und durch Bergwald. Mit zunehmender Höhe wechselte der Untergrund in Geröll und Blockwerk und steilte auf. Nach gut 2 ½ Stunden erreichten wir unser Quartier, die auf einem kleinen Plateau liegende Barmer Hütte.

Nach einer kurzen Pause und Stärkung wurde am Nachmittag noch der nahegelegene Almerhorn bestiegen. Mit 2986 m erreicht es die 3000 m Marke nicht ganz aber die Aussicht ist durch seine Randlage imposant, die wechselnde Bewölkung ließ viele bekannte Gipfel erkennen, im Norden Zillertaler und Tauern, nach Süden die Südtiroler Berge und Dolomiten. Wieder auf der Barmer Hütte angekommen wurden wir mit einem 4 Gängigen Menü verwöhnt und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Die Barmer Hütte ist eine kleinere Alpenvereinshütte, nicht überlaufen und von einer sehr freundlichen Wirtin geführt, besonders gut schmeckte uns das frisch auf der Hütte gebackene Brot.

Am Sonntagmorgen weckte uns schönstes Wetter und so machten wir uns alle auf zu unserem Ziel Großer Lenkstein. Er lässt sich auf markierten Weg besteigen, ohne dass größere Kletterschwierigkeiten zu beherrschen sind, doch viele Passagen führen über absturzgefährliches Gelände und vereiste Stellen oder harter Firn können schnell zur Gefahr werden.

Zufrieden darüber endlich am Gipfel angekommen zu sein - der Weg zog sich etwas und man meinte zwischendurch öfter schon gleich am Ziel zu sein – genossen wir das Glücksgefühl, die Aussicht und die Brotzeit. Nach kurzer Gipfelzeremonie stiegen wir denselben Weg wieder ab bis etwa zur Rosshornscharte. Auf den Rat der Hüttenpächterin entschlossen wir uns von hier nach Norden zum Fleischbachkees, von dem aber nur noch ein spärlicher Rest übrig geblieben ist, abzusteigen.

Es war ein schöner Ausflug auf interessanten Wegen, mit sportlichen und alpinen Herausforderungen, das Wetter passte und auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Beeindruckend war es wieder einmal die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Landschaft zu sehen. Anhand von Fotos aus 1900 vom Hochgall, welche Eismassen früher die Bergflanken einhüllten und durch deren Fehlen Routen heutzutage teilweise nicht mehr begehbar sind.


Impressionen der Tour sind in unserer Bildergalerie zu finden

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